Zusammenhalt

Zivilgesellschaft und Hilfsorganisationen sind Rückgrat in Krisenzeiten

Grüne sprechen Ukraine-Helfer:innen großen Dank aus und fordern stärkere finanzielle Rückendeckung

„Was die Bamberger Stadtgesellschaft derzeit an Hilfsleistungen für Ukraine-Geflüchtete auf die Beine stellt, ist phänomenal und ungeheuer großartig“, so bringt es der Fraktionsvorstand der Stadtratsfraktion Grünes Bamberg auf den Punkt.

„Während das Rote Kreuz Notunterkünfte einrichtet, sammeln Aktive der Kurzfilmtage zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Sachspenden in der Posthalle, organisiert die Carithek Helfer:innen, kümmert sich Freund statt fremd um ein Hotel voller Geflüchteter und organisiert zusammen mit dem Verein Bamberg:UA eine Bettenbörse.“ So versucht Fraktionsvorsitzende Ulrike Sänger eine Aufzählung zu starten, aber sie weiß: „Damit ist noch lange nicht alles erfasst.“

Nicht die vielen Bamberger Ukrainer:innen, die Tag und Nacht irgendwie an allen anderen Hilfstätigkeiten mitbeteiligt sind. Nicht die Spenden von Unternehmen, nicht die Menschen bei Kundgebungen auf der Straße, nicht die vielen ehrenamtlichen Dolmetscher:innen, nicht die Anbieter:innen von Notunterkünften, nicht die Ansprechpartner:innen am Bürgertelefon. Auch nicht die hauptamtlich Beschäftigten etwa bei Wohlfahrts- und Hilfsorganisationen wie AWO, Caritas, Skf , THW, wo so viele über ihr normales Maß hinaus am Aufbau von Hilfsstrukturen mitarbeiten.

All diese Hilfsbereitschaft, Tatkraft und Energie sei außerordentlich, pflichtet Fraktionsvorsitzender Christian Hader bei. „Da zeigt sich ein verlässliches und ohnegleichen wertvolles Rückgrat unserer Stadtgesellschaft.“ Und es sei in ganz Bayern beispiellos, wie man der öffentlichen Berichterstattung entnehmen könne. Auch die Stadtverwaltung leiste einen wichtigen Beitrag bei den staatlichen Leistungen und bei der Koordinierung aller genannten Hilfstätigkeiten. „So schnell so effektive Strukturen aufzubauen, ist eine große Leistung aller Beteiligten.“

Die Rückendeckung für das zivilgesellschaftliche Engagement müsse sich nun aber auch im städtischen Haushalt niederschlagen, fordert Vera Mamerow, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und grünes Mitglied im Finanzsenat. „Was die Hilfesuchenden aus der Ukraine und die Helfer:innen in Bamberg derzeit ganz bestimmt nicht brauchen, sind dekorative Pressefotos mit Politiker:innen“, so Mamerow. „Vielmehr muss die Politik jetzt die erarbeiteten Hilfsstrukturen substanziell und finanziell unterstützen, so dass sie längerfristig tragfähig sind. Gelder, die wir hier aufbringen, sind kluge und nachhaltige Investitionen in den Zusammenhalt in unserer Stadt.“

sys

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