Kommunalwahl 2020

Von 8 auf 12 Stadtratsmandate! Wow!

Stadtratswahlen in Bamberg: Ein fulminantes grünes Ergebnis, Wellenbrecher für Frauen in der Politik sind grün und hier ganz vorne unsere Karin, der Stimmenkönig aller Kandidat*innen heißt „Glüsi“.

Yes we can!
Mit 27% wird GRÜNES BAMBERG die stärkste Fraktion im neuen Bamberger Stadtrat.
Die CSU wird mit 22,8% auf Rang Zwei verwiesen, die OB-Partei SPD mit 16,2% auf Rang Drei. Damit wird es künftig 12 grüne Mandatsträgerinnen geben, 10 von der CSU und 7 von der SPD. Alle übrigen Mandate verteilen sich auf insgesamt 11 Listen, von denen keine eigenständige Fraktionsstärke erreicht. Wobei man die Mandatsträgerinnen bei den anderen Parteien schon mit der Lupe suchen muss: Mit 6 Stadträtinnen hat GRÜNES BAMBERG exakt genau so viele Frauen in seinen Reihen wie alle übrigen Parteien und Gruppierungen zusammen gezählt. Das beste weibliche Ergebnis ist daher – fast schon zu erwarten – auch ein grünes. Karin Einwag erhielt 14.427 persönliche Stimmen – und das als Neuling im Stadtrat und in der politischen Landschaft.
Überhaupt: Der Wechsel in Bamberg trägt die Farbe Grün: Die Strategie von GRÜNES BAMBERG, das schon mit der Aufstellung der Liste und 10 neuen Leuten an der Spitze auf Erneuerung setzte, ging auf: 10 neue und junge Kandidatinnen schafften tatsächlich den Sprung ins Rathaus, ergänzt um die zwei „alten Häsinnen“ Ursula Sowa und Wolfgang Grader. Hingegen bleibt bei den anderen größeren Fraktionen alles beim altbekannten Stillstand, bis auf einen neuen CSU-Mandatsträger sind die Mitglieder von CSU und SPD genau dieselben wie bisher. Das jüngste Stadtratsmitglied – Leonie Pfadenhauer – gehört der Grünen-Fraktion an. Ebenso sind die einzigen Studierenden im neuen Bamberger Stadtrat in den grünen Reihen zu finden: neben Leonie Pfadenhauer noch Tamara Pruchnow.

Besondere Freude löst das persönliche Stimmenergebnis von Jonas Glüsenkamp aus. Schon bei der OB-Wahl schaffte er 24,6%, verwies den Zweiten Bürgermeister ins Abseits und zwingt nun den Amtsinhaber in die Stichwahl. Aber auch als grüner Kandidat auf Platz Zwei der Liste übertraf er alle anderen. Er erhielt die meisten persönlichen Stimmen (20.803) von allen mehr als 500 Kandidatinnen, die überhaupt zur Wahl antraten und stellte damit sogar den amtierenden Oberbürgermeister auf Platz Eins der SPD-Liste in den Schatten (20.531).

Danke an alle!
Erst mal freuen wir uns über das phänomenale Wahlergebnis. 12 Stadtratsmandate haben die Erwartungen weit übertroffen. Der Dank gilt den Wählerinnen und Wählern, die uns das große Vertrauen geschenkt haben. Und natürlich den vielen ehrenamtlichen Grünen, die ein tolles Wahlkampf-Team gebildet und unglaublich fleißig und gut gelaunt aktiv waren.
Das Ergebnis ist nicht nur auf einen bayernweiten „grünen Trend“ zurückzuführen, sondern die Ernte von 36 Jahren kontinuierlicher, sachorientierter und inhaltlicher grüner Stadtrats-Arbeit. GRÜNES BAMBERG ist es anscheinend gelungen, die Zukunftsthemen in den Fokus zu nehmen, welche die Bürgerinnen und Bürger auch wirklich berühren.

Und jetzt? Wie weiter?
Die sehr bunte Zusammensetzung des neuen Sadtrates stellt eine große Herausforderung dar, bietet aber auch neue Chancen für einen neuen Politikstil. Allerdings bleibt abzuwarten, was sich da bei den kleinen Einer- und Zweiergruppen, die ja alle keinen Fraktionsstatus erreichen, noch in Richtung Wechsel zu Großen passieren wird, wie es ja im alten Stadtrat immer wieder geschehen ist.
GRÜNES BAMBERG ist bereit, auch in Führungspositionen die Zukunft der Stadt mit zu gestalten, die Priorität liegt aber – wie das die GRÜNEN auch in der Vergangenheit bewiesen haben – nicht in erster Linie auf der Besetzung von Posten, sondern darin, Bamberg inhaltlich und mit Konzepten für die Zukunft voran zu bringen. Ob daraus etwas wird, hängt jetzt von den Gesprächen in den kommenden Wochen ab.

Die genauen Ergebnisse der Stadtratswahlen:
https://kommunalwahl2020.bamberg.de/Stadtrat/index.html

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