Klima- und Umweltsofortprogramm für Bamberg

Klima- & Umweltschutz

Klima- und Umweltsofortprogramm für Bamberg

Jonas Glüsenkamp, der für die Grünen den Oberbürgermeisterposten erringen will, fordert: „Klimaschutz JETZT!“ und legt Maßnahmen vor, die in den nächsten drei Monaten umsetzbar sind.

Erfreut hat der designierte Grüne Oberbürgermeisterkandidat Öffnet externen Link in neuem FensterJonas Glüsenkamp auf Presseankündigungen der Kandidaten der Rathaus-Groko reagiert, in Zukunft verstärkt Klima- und Umweltpolitik umsetzen zu wollen. Da in den vergangenen Jahren klima- und umweltpolitischer Stillstand herrschte, sei für eine politische Umkehr Vorbereitungszeit möglich, so Glüsenkamp. Allerdings könnte bereits mit einigen kleinen Maßnahmen das Ruder sofort in die richtige Richtung gewendet werden. Um den willkommenen Sinneswandel zügig zu nutzen, legt Glüsenkamp deshalb nun, zusammen mit der Grünen Stadtratsfraktion, ein Sofort-Umweltprogramm mit dreizehn kostenarmen Maßnahmen für die kommenden drei Monate bis zum ersten Advent 2019 vor.

1. Wahlplakatfreies Welterbe 2020
Erlass einer städtischen Satzung zum Verzicht auf Wahlplakate im Bereich des Welterbes und städtische Aufstellung von geeigneten, zugewiesenen Plakatflächen.

2. Blühende Baumscheiben
Befreiung von 50 Baumscheiben im Stadtbereich von Lavaschotter, Befüllung mit Erde für eine Wildkräuterbepflanzung zum nächsten Frühjahr.

3. Pfandbecher für die Brose-Arena
Verzicht auf Einwegbecher in der Brose-Arena und Etablierung eines Pfandsystems durch die Hallen Betriebsgesellschaft mbH.

4. 50 Radstellplätze am Kranen
Umwidmung der KFZ-Parkplätze am Kranen zu Fahrradabstellplätzen.

5. Lastenräder für Familien
Erweiterung des städischen Lastenrad-Förderprogramms für Familien im Haushalt 2020.

6. Bäume in die Stadt
Alle derzeit nicht bepflanzten Baumscheiben werden mit hitze- und klimafesten Stadtbäumen bepflanzt.

7. Sandmagerrasen am Flugplatz schützen
Die Stadt stellt bei der Regierung von Oberfranken den Antrag, den Flugplatz an der Breitenau als Naturschutzgebiet auszuweisen und so (bei unverändertem Flugbetrieb!) die dortigen wertvollen Sandmagerrasen zu schützen.

8. Modellprojekt plastiktütenfreier Grüner Markt
Das Umweltamt etabliert gemeinsam mit den Händlerinnen und Händlern ein alternatives Pfandsystem um die dünnen Plastiktüten zu ersetzen. Die Stadt unterstützt bei Anschaffung, Vermarktung und Aufklärung.

9. Klein-Elektroschrott bequem und sauber entsorgen
Ausstattung von fünf Wertstoffinseln im Stadtgebiet mit Containern für Klein-Elektroschrott.

10. Städtische Flächen zu Wiesen
Die Blumenrabatten an Schönleinsplatz, Marienplatz und Wilhelmsplatz werden im kommenden Jahr durch bienenfreundliche Staudenpflanzen und Wiesenblumen ersetzt.

11. Grüne Bushaltestellen
Im ersten Schritt erhalten fünf Bushaltestellen ein grünes Dach, d.h. bepflanzte Dächer.

12. Regenerative Schulen
Durchführung eines Machbarkeitschecks zur Ausstattung städtischer Schulgebäude mit Photovoltaik-Anlagen.

13. Klima- und Umweltverträglichkeitsprüfung bei Stadtratsbeschlüssen
Künftige Sitzungsvorlagen und Beschlüsse im Stadtrat, sowie in seinen Ausschüssen, erhalten eine Abschätzung ihrer Auswirkungen auf den Umwelt-, Klima- und Artenschutz. Die Verwaltung wird beauftragt, messbare und überprüfbare Indikatoren für den Klimaschutz zu benennen.

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