Nach über elf Jahren freuen sich Grüne endlich über den Erfolg ihrer Hartnäckigkeit
Ab Oktober 2021 soll die neue Bamberger „SozCard“ eingeführt werden. Sie ist gedacht für Menschen mit geringem Einkommen wie Hartz IV, Bezieher*innen von Grundsicherung und SGBII-Leistungen sowie Asylbewerber*innen im Stadtgebiet. Diese Menschen erhalten damit vergünstigtem Eintritt bei Kultur-, Familien- und Bildungseinrichtungen – etwa Konzerte, Theater, Museen, VHS, Stadtbücherei etc., außerdem im Bambados und im Stadionbad und bei Angeboten des Ferienprogramms der Stadt Bamberg. 23 Institutionen beteiligen sich, wenn die SozCard startet, es sollen aber mit der Zeit mehr werden.
Die SozCard hat eine lange Vorgeschichte, und zwar eine grüne. Im Jahr 2010 hatte die grüne Fraktion erstmals einen Antrag auf ein damals so genanntes „Kultursozialticket“ gestellt. Seither hatten die Grünen immer wieder neue Vorstöße unternommen, zu Infoveranstaltungen eingeladen und Gespräche geführt. Doch bislang lehnten Stadtverwaltung und Stadtratsmehrheit das besondere Teilhabe-Angebot aus Kostengründen immer ab. Nun endlich – mit dem grünen Bürgermeister Jonas Glüsenkamp an der Spitze des Sozialreferats – ist der Durchbruch gelungen.
Die SozCard soll einfach nur ein kleiner Ausweis sein, nicht größer als der Personalausweis. Sie wird schnell und unbürokratisch ausgestellt und kann bei den jeweiligen Einrichtungen leicht vorgezeigt werden.
Dr. Juliane Fuchs vom Vorstand des Grünen Kreisverbands und Wolfgang Grader von der Stadtratsfraktion haben sich seit Jahren für einen solchen Ausweis eingesetzt und freuen sich über den Erfolg: „Das ist ein starkes Zeichen für eine sozial gerechte Stadtpolitik. Es zeigt, dass wir Teilhabe für alle Menschen wollen und dabei auch benachteiligte Lebenslagen berücksichtigen.“
Michi Schmitt, der die Grünen-Fraktion sowohl im Familien- als auch im Kultursenat vertritt, sieht die SozCard als „Meilenstein in der Bamberger Sozialpolitik“. Die SozCard erspare den Berechtigten die unangenehme Situation, an der Eintrittskasse Sozialleistungsbescheide vorzuzeigen, um eine Ermäßigung zu bekommen. „So etwas ist erniedrigend und ausgrenzend“, sagt Schmitt, „die SozCard hingegen weist eine Berechtigung auf Augenhöhe aus, sie signalisiert Respekt und Willkommen.“
sys
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