Grüne wollen Recycling-Sammelstellen im Stadtgebiet aufwerten
77 Altkleider-Container im Stadtgebiet sind schon von der Bildfläche verschwunden oder werden demnächst von ihren Betreibern abgeräumt. Die Stadt hat sich bereits mit der Frage beschäftigt: Wohin stattdessen mit ausgemusterten Textilien? Und dafür gibt es auch schon Antworten: Recyclinghof und Sperrmüllabfuhr.
Grünes Bamberg wirft jetzt noch eine neue Frage auf: Was macht man mit dem frei gewordenen Container-Platz? Und Grünen-Stadtrat Elias Leikeb hat darauf eine Antwort, bzw. einen Vorschlag, den er zusammen mit seinem Kollegen Hayati Yilmaz in einen Antrag gepackt hat: „Die Möglichkeiten sind vielfältig: Sitzbänke, Grünanlagen, Fahrradbügel oder Trinkwasserbrunnen – dafür wäre jetzt Platz.“
Denn Leikeb hat beobachtet, dass rund um Recycling-Sammelstellen für Altkleider und Altglas oft auch noch anderer Müll abgeladen wird – und dem will er so entgegen wirken: „Ansprechend gestaltete Außenflächen steigern die Hemmschwelle für Vermüllung und Sachbeschädigung. Es ist schon allein des Sicherheitsgefühls der Menschen wegen gut, sich um eine Aufwertung zu bemühen.“ Stadtmobiliar statt Müll also. Die Stadt soll also prüfen, wie man die frei gewordenen Flächen bei den Recycling-Sammelstellen gut gestalten kann – gut für Stadtbild und gut für Aufenthalt.
Die Beobachtung von Hayati Yilmaz geht noch weiter: „In der Nähe von Niederflurcontainern zeichnet sich generell weniger Verschmutzung ab.“ Er schlägt deshalb zusätzlich vor, wo möglich, von überirdischen Container auf solche umzurüsten, die unter der Erde verschwinden. Freilich eine nicht billige Angelegenheit, die man sich nicht überall leisten kann. Deshalb fragen die Grünen auch zunächst nach einer Kostenschätzung für den Umbau und einer Einzelprüfung.
