Die Stadtratsfraktion Grünes Bamberg unterstützt die Unterschriftensammlung der Interessengemeinschaft Kunigundendamm für eine grundlegende Umgestaltung des Straßenabschnitts zwischen Marienbrücke und Bughofer Straße. Die Initiative fordert unter anderem mehr Verkehrssicherheit, Tempo 30, bessere Radverkehrsanlagen sowie einen Modellversuch zur Neuordnung des Verkehrs.
Aus Sicht der Grünen erhält das Anliegen durch die bevorstehende Großbaustelle des Tiefensammlers zusätzliche Dringlichkeit. Während der mehrjährigen Sperrung des Adenauerufers brauche es eine attraktive und sichere Alternative für den Fuß- und Radverkehr in unmittelbarer Nähe.
Fraktionsvorsitzender Christian Hader erklärt: „Verkehrssicherheit und Lebensqualität vor Ort haben für uns höchste Priorität. Mit der Sperrung des Adenauerufers während der Tiefensammler-Baustelle braucht es eine leistungsfähige und sichere Kompensation in direkter Nähe. Der Kunigundendamm bietet die Chance, den Straßenraum neu zu ordnen und dauerhaft für alle Verkehrsteilnehmenden aufzuwerten.“
Die Fraktion verweist darauf, dass die anstehenden Bauarbeiten genutzt werden sollten, um neue Verkehrsführungen zu erproben und Erkenntnisse für eine langfristige Umgestaltung zu gewinnen. Gleichzeitig könne der Stadtteil durch mehr Grün und Entsiegelung besser an die Folgen des Klimawandels angepasst werden.
Die Fraktionsvorsitzende Ulrike Sänger ergänzt: „Die vielen Unterschriften zeigen, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger einen sichereren und lebenswerteren Kunigundendamm wünschen. Diesen Wunsch nehmen wir ernst und werden uns dafür einsetzen, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen sorgfältig geprüft und gemeinsam mit der Bürgerschaft weiterentwickelt werden.“
Die Stadtratsfraktion Grünes Bamberg begrüßt ausdrücklich das Engagement der Anwohnerinnen und Anwohner und sieht in der Initiative einen wichtigen Impuls für die zukünftige Entwicklung der Wunderburg und der angrenzenden Stadtteile. Ziel müsse es sein, die unvermeidbaren Einschränkungen während der Tiefensammler-Baustelle mit einer nachhaltigen Verbesserung der Mobilität und der Aufenthaltsqualität zu verbinden.
