Grüne wollen die Umsetzung von Hitzeschutzplänen genau unter die Lupe nehmen
Gerade in Einrichtungen wie Krankenhäusern und Altenheimen stellt Hitze eine große Belastung dar. Nicht nur für Patient:innen und Bewohner:innen, sondern auch für die dort Beschäftigten. Ob die Hitzeschutzpläne, die es für die Kliniken und Altenheime der Sozialstiftung gibt, auch funktionieren – gerade jüngst in der starken Hizewelle Ende Juni – will nun die Stadtratsfraktion Grünes Bamberg wissen.
Zu den Akut-Maßnahmen bei Hitze gehören beispielsweise unter anderem das Verlegen besonders gefährdeter Personen in kühlere Räume, die regelmäßige Körperkühlung mit nassen Waschlappen und ein erhöhtes Trinkkontingent mit Überwachung per Trinkprotokoll. Den Mitarbeiter:innen soll ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt werden und es sollen kurzfristige Arbeitsunterbrechungen zur Erholung außerhalb der regulären Pausen erlaubt sein.
Stiftungsrätin Leonie Pfadenhauer von Grünes Bamberg fragt nun in einem Antrag auf Sachstandsbericht, ob diese und auch alle anderen Maßnahmen des Hitzeschutzkonzepts umgesetzt wurden bzw. werden konnten. Und: „Welche Erfahrungen wurden dabei gesammelt? Welche Maßnahmen haben sich als besonders wirksam erwiesen, wo wurden Defizite festgestellt und welche Verbesserungen werden daraus abgeleitet?“
Wichtig sind den Grünen aber auch die Gebäude der Sozialstiftung. Grünen-Fraktionsvorsitzender Christian Hader will wissen, wo bereits baulicher und technischer Hitzeschutz vorhanden ist. Doch er vermutet auch nötigen Handlungsbedarf: „In welchen Bereichen bestehen weiterhin Defizite hinsichtlich Verschattung, Lüftung, Kühlung oder Wärmeschutz?“
„Nach einer Hitzwelle ist vor einer Hitzewelle“, sind Pfadenhauer und Hader überzeugt. „Wir dürfen nicht einfach nur aufatmen, wenn die Temperaturen wieder sinken. Hitzeschutz ist eine Daueraufgabe, die uns auch in Zukunft beschäftigen wird.“
