Angesichts der anhaltenden Hitze haben sich die Stadtratsfraktion Grünes Bamberg und ihre Vorsitzenden Christian Hader und Ulrike Sänger mit einem Schreiben an Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier gewandt. Darin regen sie sieben kurzfristig umsetzbare Maßnahmen an, die den Menschen bereits in diesem Sommer Erleichterung verschaffen könnten – darunter Nebelduschen, mehr Refill-Stationen, kostenlose Trinkwasseraktionen, sowie eine bessere Übersicht über kühle Orte in der Stadt.
„Wir begrüßen ausdrücklich die Bemühungen des Oberbürgermeisters und des Stadtrats, mit dem geplanten blau-grünen Band die Innenstadt langfristig klimaresilienter zu machen. Diese Maßnahmen werden Bamberg nachhaltig verändern. Gleichzeitig brauchen die Menschen auch kurzfristige Lösungen, die bereits jetzt an heißen Tagen für spürbare Entlastung sorgen. Viele Städte zeigen, dass sich solche Maßnahmen schnell und mit überschaubarem Aufwand umsetzen lassen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Christian Hader.
Seine Co-Fraktionsvorsitzende Ulrike Sänger verweist auf die gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitze: „Extreme Temperaturen sind längst nicht mehr nur ein Komfortproblem, sondern eine ernst zu nehmende gesundheitliche Belastung. Besonders ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen leiden unter den Folgen. Deshalb sollten wir alle Möglichkeiten nutzen, um den Aufenthalt in unserer Stadt auch an Hitzetagen sicherer und angenehmer zu machen.“
Auch der Innenstadt-Sprecher der Fraktion, Hayati Yilmaz, sieht dringenden Handlungsbedarf: „An sehr heißen Tagen meiden viele Menschen die Innenstadt. Das ist nicht nur für die Aufenthaltsqualität problematisch, sondern auch für unsere Geschäfte und die Gastronomie eine große Herausforderung. Manche Inhaber lassen ihr Geschäft mangels Kundschaft bereits tagsüber geschlossen. Maßnahmen wie kostenlose Trinkwasserangebote oder Nebelduschen können dazu beitragen, dass die Menschen trotz Hitze gerne in der Innenstadt unterwegs sind und gleichzeitig den lokalen Handel stärken.“
Die Fraktion betont, dass ihre Vorschläge die bereits bestehenden Angebote der Stadt ergänzen sollen und bittet die Verwaltung, die Maßnahmen kurzfristig zu prüfen und – soweit möglich – noch in diesem Sommer umzusetzen.
