Unser Wahlprogramm – in aller Kürze

Wir wollen mehr Geld für Schulhaus-Sanierungen, Digitalisierung und den Ausbau der Ganztagsbetreuung investieren. Unsere Schulen sollen Raum für vielfältige pädagogische Konzepte und inklusive Lernwelten bieten.

Ein schneller Ausbau der Pestalozzischule ist nötig, aber zusätzlich streben wir einen neuen Grundschulstandort für die vielen Familien im wachsenden Stadtteil Bamberg-Ost an.
Schulsozialarbeit an Schulen wollen wir ausbauen.

Im Umfeld von Schulen soll Tempo 30 gelten, soweit das möglich ist.

Bürger:innen sollen besser informiert werden und mehr mitentscheiden können. Durch Online-Sitzungen wird die Stadtratsarbeit transparent.

Ein Bürgerhaushalt soll verständlich dargelegt werden und mit Such- und Filterfunktionen online einsehbar sein. Ihre Ideen und Meinungen können die Bürger:innen durch Online-Umfragen, Bürger:innendialoge und eine Online-Plattform einbringen.

Die seit einigen Jahren eingeführten Unterstützungsfonds zur Finanzierung von Bürgerprojekten werden wir beibehalten.

Eine Bamberg-App informiert über alle Services der Stadt.
Jugendkonferenzen geben den Jugendlichen in unserer Stadt Forum und Stimme.

Wir wollen eine sozial gerechte Energiewende, getragen von Kommune, Stadtwerken,
Energie-Genossenschaften, lokaler Wirtschaft und Privatpersonen, gemeinsam mit dem Landkreis. Die Energieberatung soll ausgebaut werden.

Wir legen ein Förderprogramm für Balkon-Solaranlagen auf. Wir unterstützen Mieterstrom oder die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (GGV) sowie dynamische Stromtarife.
Photovoltaik-Anlagen sollen auf städtischen Gebäuden installiert werden.

Wir wollen eine umfassende kommunale Wärmeplanung mit Kraft-Wärme-Kopplung, Großwärmepumpen, Wärmenetzen und Nutzung von Fluss-/Erwärme.

Wir müssen für mehr Grün in der Stadt sorgen – für ein besseres Klima, Artenvielfalt und für Schutz bei Starkregen nach dem Schwammstadt-Prinzip. Es braucht eine Entsiegelungs-Strategie und gezielte Begrünung von Flächen.

Plätze, Höfe und Parkplätze müssen künftig versickerungsfähig gestaltet sein, ebenerdige großflächige Parkplätze sollen nicht mehr genehmigt werden.

Die Stadt gewinnt durch mehr Bäume und Grünanlagen. Die Baumscheiben der Stadtbäume sollen größer und naturnah bepflanzt werden. Öffentliche Grünflächen sollen ökologisch gepflegt werden und auch urbane Wildnis ermöglichen. Zehn Prozent des städtischen Waldes soll Naturwald sein.

Das bestehende kleine Naturschutzgebiet auf der MUNA wollen wir nach Norden bis zur Geisfelder Straße erweitern und die Sandlebensräume auf dem ehemaligen Schießplatz als Naturschutzgebiet ausweisen. Wir streben eine Vergrößerung des Biotopflächen-Anteils im Stadtgebiet von 13 auf 20 Prozent an.

Wir wollen die vielfältige Kultur in Bamberg in all ihren Facetten stützen und fördern.
Raum für Kultur soll es künftig im Kesselhaus geben, das wir langfristig zum Kulturzentrum ausbauen wollen. In der Reithalle auf der Lagarde soll ein soziokulturelles Zentrum entstehen, das neben Raum für Kultur auch Raum für bürgerschaftliches Engagement bietet. Kulturelle Zwischennutzungen können wir uns an vielen Leerstands-Orten vorstellen, zum Beispiel im ehemaligen Schlachthof.

Wir glauben, dass die Kooperation zwischen städtischen Institutionen wie Theater, Museen, Stadtbücherei oder VHS und der freien Kultur-Szene allen Seiten Gewinn bringt.
Die freie Kultur-Szene beansprucht zu Recht eine zuverlässige finanzielle Förderung, weshalb wir ihre Forderung unterstützen, dass jährlich fünf Prozent des gesamten Kulturhaushalts in die Förderung der freien Szene (Globalbetrag Kultur) fließen sollen.

Kulturschaffende kann die Stadt außerdem unterstützen, indem sie Austausch, Beratung, Hilfe im Behördendschungel und beim Finden von Fördermöglichkeiten bietet.
In der Stadt soll ausreichend Draußen-Kultur ohne Konsumzwang geboten sein. Die Teilhabe an Kultur unabhängig vom Einkommen wollen wir über die SozCard-Ermäßigung weiter ausbauen.

Wir wollen die Verkehrsmittel des Umwelt-Verbunds (Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV) attraktiver machen. Lastenräder, Carsharing, Park & Bike, Jobticket, neue Logistikkonzepte usw. wollen wir gezielt fördern.

Der Bahnhof soll zur Mobilitäts-Drehscheibe ausgebaut werden, mit einem Regionalen Omnibusbahnhof (ROB) und einem Radparkhaus.

Bamberg braucht sichere Radwege, Fahrradstellplätze, Cityrouten durch die Stadt und Radschnellwege in den Landkreis.

Für die Verkehrssicherheit wollen wir Tempo 30 einführen, wo es möglich ist.
Für den Innenstadthandel streben wir ein modernes City-Logistik-System an.

Die Infrastruktur für E-Mobilität muss ausgebaut werden, und zwar in allen Stadtteilen.
Abstellzonen für E-Scooter wollen wir überall im Stadtgebiet einführen, damit sie nicht mehr wild herumstehen.

Bei der Planung des ÖPNV wollen wir die Expertise der Nutzer:innen einbeziehen, durch ÖPNV-Testfahrgäste.

Die Stadtteile sind eine zentrale Säule unserer Sozialpolitik. Stadtteilzentren sind Raum für Austausch, Treffpunkte für Freizeit und Veranstaltungen. Sie ermöglichen Nachbarschaft, soziales Engagement im Quartier, Kontakt zwischen den Generationen u.v.m. In den Stadtteilen braucht es außerdem eine funktionierende Nahversorgung.

Wir wollen das derzeit startende Projekt „Care im Quartier“ auf- und ausbauen: Es organisiert professionell koordinierte und unterstützte Nachbarschaftshilfe für alte Menschen. Zur Entlastung pflegender Angehöriger braucht Bamberg zudem mehr Kurzzeitpflegeplätze.

In der Stadtverwaltung wollen wir als Hilfe aus einer Hand eine Koordinationsstelle einrichten, die Wegweiser für alle sozialen Belange der Stadt ist und Hilfesuchenden Beratung bietet. Eine unabhängige und weisungsfreie Ombudsstelle im Jobcenter soll künftig vermitteln, wenn es zu Konflikten kommt.

Neuen Wohnraum wollen wir durch Nachverdichtung, Aufstockung vorhandener Gebäude, Ausbau von Dachgeschossen, Überbauung bereits versiegelter Flächen und Umnutzung von Gewerbe-Leerstand schaffen. Der ehemalige Schlachthof hat hier viel Potential.

Durch eine aktive Bodenpolitik soll die Stadt Grundstücke erwerben, um neuen Wohnraum zu schaffen. Dabei soll die Stadtbau-GmbH sozial ausgerichteten Wohnraum bevorzugen.

Schnellstmöglich soll die Stadt eine neue Zweckentfremdungs-Satzung erlassen, die Umnutzung von Wohnraum für andere Zwecke wie Ferienwohnungen, Praxen, Büros oder Leerstand (mehr als drei Monate) nicht mehr zulässt.

Für ungenutzten Wohnraum in privater Hand richten wir eine Leerstands-Beratung zu Themen wie Sanierungs-, Umbau und Fördermöglichkeiten ein.