Bevölkerung wird aufgerufen Vorschläge zu melden – Mitmachaktion bis 21. Juni
Weit mehr als 100 Grünpfeile gibt es bereits im Stadtgebiet. Sie gelten ausschließlich für den Radverkehr und erlauben es Radfahrenden, an der roten Ampel nach rechts abzubiegen – wenn kein anderer vorrangiger Verkehr dem entgegensteht. Es gibt Grünpfeile an der Pödeldorfer Straße, an der Marienbrücke, an der Kettenbrückstraße und an vielen weiteren Kreuzungen mit Ampeln.
Es sollen nun – wo rechtlich möglich – noch mehr werden. Das ist erklärtes Ziel der neuen Kooperation im Bamberger Rathaus. Und weil die Radfahrenden, die auf Bambergs Straßen alltäglich unterwegs sind, am besten wissen, wo Grünpfeile gut geeignet wären, sammelt Grünes Bamberg Vorschläge aus der Bevölkerung. Sie können mit genauer Ortsangabe und am besten mit Foto an die Adresse gruenpfeil@gruenes-bamberg.de geschickt werden. „Wir wollen die Meldungen dann als Antrag in den nächsten Mobilitätssenat einbringen, der am 1. Juli stattfindet“, erklärt Fraktionsvorsitzender Christian Hader die Mitmachaktion. Aus diesem Grund wird um Vorschläge bis spätestens 21. Juni gebeten.
Hader ist als mobilitätspolitischer Sprecher und Experte für den Radverkehr überzeugt von den Grünpfeilen: „Sie sind ein Erfolgsmodell, weil sie den Radverkehr schneller und sicherer machen und helfen, Abbiegeunfälle zu vermeiden.“ In Sachen Grünpfeil ist Bamberg übrigens Vorreiter. Auf Initiative der grünen Stadtratsfraktion nahm die Stadt 2019 als eine von neun Städten an einem Modellversuch teil, mit dem der Grünpfeil getestet wurde. Seit 2020 ist das neue Verkehrszeichen Bestandteil der Straßenverkehrsordnung und wird in Kommunen deutschlandweit eingesetzt.
