Grüne fordern Schutzkonzept für Mitarbeitende der Sozialstiftung

Konsequenzen nach dem mutmaßlichen Fehlverhalten eines Arztes, gegen den ermittelt wird

Die Ermittlungen gegen einen Arzt am Bamberger Klinikum, der unter anderem unerlaubt Bildaufnahmen von Mitarbeiterinnen im Klinikum gemacht haben soll, laufen. Noch bevor der Fall aufgeklärt wird und womöglich vor Gericht führt, will die Stadtratsfraktion Grünes Bamberg angemessene Konsequenzen einleiten.

„Die Persönlichkeitsrechte aller Mitarbeiter:innen in der Sozialstiftung müssen geschützt werden“, fordert Stadträtin Leonie Pfadenhauer als Mitglied im Stiftungsrat. Sie fragt deshalb in einem Antrag nach bestehenden Schutz- und Präventionskonzepten und ob diese ausreichen. Geschäftsführung und Stiftungsrat sollen sich damit beschäftigen, inwieweit Risiken für Übergriffe bis hin zu sexualisierter Gewalt von vorneherein verhindert werden können, welche Anlaufstellen es gibt, wenn doch etwas vorfällt, und welche Unterstützungs- und Beratungsangebote es aktuell gibt bzw. notwendig sind.

„Wir sind für ein sicheres Arbeiten in den Einrichtungen der Sozialstiftung verantwortlich. Wir müssen eine Arbeitsatmosphäre schaffen, bei der im besten Fall niemand in seiner Persönlichkeit verletzt wird. Aber wenn doch, dann muss es ein auffangendes Netz geben, das Betroffenen beisteht, sie in Schutz nimmt und für Aufklärung sorgt“, sagt Pfadenhauer und fordert: „Diese Strukturen muss ein Schutzkonzept schaffen.“ Auch für die Zielvereinbarungen für die Sozialstiftung – ein Instrument, mit dem der Stadtrat die städtischen Unternehmen steuert – haben die Grünen Schutzkonzepte beantragt.