Ludwigstraße zwischen Pfisterbrücke und Luitpoldstraße soll durchgängige Radverkehrsführung erhalten – Fahrradparken im neuen Atrium frühzeitig klären
Mit der Fertigstellung des neuen Atriums bietet sich nach Ansicht der Stadtratsfraktion Grünes Bamberg die Chance, die Verkehrsführung rund um die Ludwigstraße neu zu ordnen und insbesondere die bislang fehlende Radverkehrsverbindung zwischen Pfisterbergbrücke und Luitpoldstraße zu schließen.
Die Fraktion beantragt deshalb, dass die Verwaltung dem Mobilitätssenat eine Beschlussvorlage zur zukünftigen Verkehrsführung nach Fertigstellung des Atriums vorlegt. Im Mittelpunkt steht eine durchgängige und sichere Radverkehrsführung in beiden Richtungen, die an die bestehenden und geplanten Radverkehrsverbindungen an der Pfisterbergbrücke, in der Schwarzenbergstraße und Richtung Bahnhof anschließt.
„Wir haben in diesem Bereich seit Jahren eine Lücke im Radverkehrsnetz. Mit dem neuen Atrium muss jetzt die Chance genutzt werden, die Ludwigstraße vom Bahnhof bis zur Pfisterbergbrücke durchgängig und sicher für den Radverkehr zu erschließen“, erklärt Christian Hader, Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Mobilität von Grünes Bamberg. „Dafür müssen wir den gesamten Straßenraum betrachten und Radverkehr, Fußverkehr, ÖPNV, Kfz- und Lieferverkehr sinnvoll miteinander verbinden. Die Verwaltung sollte dem Mobilitätssenat deshalb eine konkrete Variante vorlegen.“
Dabei verweist die Fraktion auch auf bereits bestehende städtische Planungen und Beschlüsse zur Verbesserung der Radverkehrsführung in diesem Bereich. Diese sollen mit der neuen Situation rund um das Atrium zusammengeführt und weiterentwickelt werden.
Ein zweiter Schwerpunkt des Antrags ist das Fahrradparken im neuen Atrium. Grünes Bamberg will von der Verwaltung konkret wissen, wo die Abstellanlagen entstehen, wie sie erreichbar und ausgeschildert werden, ob sie öffentlich zugänglich sind und wer künftig für Betrieb und Unterhaltung verantwortlich ist. Auch sichere Abstellmöglichkeiten sowie Angebote für Lastenräder und Fahrräder mit Anhängern sollen berücksichtigt werden.
„Das neue Atrium ist nicht nur ein Gebäude, sondern prägt auch den öffentlichen Raum an einer wichtigen Stelle unserer Stadt. Wenn die Freiflächen attraktiv und einladend gestaltet werden sollen, brauchen wir dort auch gute und ausreichend dimensionierte Fahrradabstellmöglichkeiten“, sagt Rebecca Haas, Sprecherin von Grünes Bamberg im Bausenat. „Wir sollten vermeiden, dass nach der Fertigstellung wieder Fahrräder mangels geeigneter Angebote ungeordnet an Gebäuden, Geländern oder anderen Stellen abgestellt werden. Gute Fahrradabstellanlagen gehören deshalb von Anfang an zur städtebaulichen Planung dazu.“
Gerade im Umfeld des Bahnhofs bestehe seit Jahren Bedarf an sicheren und gut erreichbaren Fahrradabstellmöglichkeiten. Das neue Atrium könne hier einen wichtigen Beitrag leisten. Gleichzeitig liege eine hochwertige Gestaltung der Freiflächen auch im Interesse des Investors und Betreibers.
„Radverkehrsführung und Fahrradparken müssen zusammen gedacht werden“, so Hader und Haas. „Das Atrium bietet die Möglichkeit, die Verkehrs- und Freiraumgestaltung an diesem wichtigen Eingang zur Innenstadt nachhaltig zu verbessern. Diese Chance sollten wir jetzt nutzen.“

