Gesundheit

Wir wollen, dass alle Menschen in Bamberg – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen – Zugang zu einer verlässlichen und qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung haben. Unser Ziel ist es, medizinische Angebote wohnortnah und bedarfsgerecht zu sichern und weiter auszubauen. Wir setzen auf Prävention und innovative Ansätze, um den gesundheitlichen Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft, psychischen Belastungen und neuen Versorgungsbedarfen gerecht zu werden.

Deine Idee: Kampagnen für mentale Gesundheit

Wir wollen die ärztliche und psychotherapeutische Grundversorgung in Bamberg sichern. Die Stadt muss in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Hausarztverein Bamberg Stadt und Land e.V. vorausschauend planen. Wir streben an, sämtliche vorhandenen rechtlichen Instrumente zur Zulassung weiterer Kassensitze einzusetzen und werden uns gegenüber der Staatsregierung für weitere Kassensitze im Raum Bamberg stark machen. Das gleiche gilt für eine Sicherung der ambulanten Geburtshilfen (Hebammen).

Deine Idee: Erhalt der HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe in Bamberg

Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel ist eine flächendeckende Unterstützung durch Versorgungsassistent:innen (VERAHs), nichtärztlichen Praxisassistent:innen (NäPAs) sowie durch sog. Community Health Nurses, die Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützen, unumgänglich. Ein Stadtteil- oder Quartiersmanagement kann hier Anlaufpunkt und Vermittler sein.

Wir unterstützen das Pilotprojekt „Care im Quartier“. Darüber hinaus setzen wir uns für die Förderung ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe ein. Auch hier können Stadtteilbüros als Anlaufstelle und Begegnungsort dienen. (siehe dazu auch Kapitel Senior:innen)

Fast 70 Prozent aller Pflegeleistungen werden von Angehörigen erbracht. Unser Ziel ist es, die vollstationäre Pflege so lange wie möglich hinauszuzögern, dazu müssen pflegende Angehörige entlastet und unterstützt werden.

Zu ihrer Entlastung (z.B. bei Krankheit, Urlaub, anderen privaten Vorhaben) sind Kurzzeitpflegeplätze unabdingbar. Und genau die fehlen in Bamberg. Wir fordern die Sozialstiftung Bamberg, andere Träger und die Stadt Bamberg auf, Lösungen für eine spezialisierte Kurzzeitpflegeeinrichtung („Kurzzeitpflegehotel“) umzusetzen.

Bei dem geplanten, weiteren Ausbau von Einrichtungen im Umfeld des Klinikums sollen Kurzzeitpflegeplätze geschaffen werden. Wir wollen ein Pflegeübungszentrum, in dem Pflegepersonen zusammen mit ihren zu pflegenden Angehörigen lernen und üben können, wie die Pflege konkret funktioniert. Ein solches Zentrum bietet nicht nur individuelle Schulungen, sondern darüber hinaus
Beratung, Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen und Vermittlung.

Die Einrichtung von weiteren Demenz-WGs ist zu fördern.

Auch fordern wir die Kliniken auf, im Zuge eines Entlassmanagements mehr eigene Kurzzeitpflegeplätze anzubieten. Denn oft geht es nach einem Krankenhausaufenthalt nurdarum, eine Zeit lang Pflege zu bekommen, um für den eigenen selbständigen Alltag wieder fit zu werden. Übergangspflegeplätze direkt im Klinikum entlasten andere Heime und können passgenaue Unterstützung bieten.

Wir befürworten die Weiterentwicklung des Klinikums zu einem Gesundheitscampus, um im Rahmen der bundesweiten Krankenhausreform als Maximalversorger stabil bestehen zu können. Wir setzen uns ein für Wohnungen für Mitarbeitende, für eine Mutter-Kind-Tagesklinik zur Unterstützung bei Krisen in der Schwangerschaft und nach der Geburt sowie für eine Tagesstätte für Menschen mit Schlaganfall. Die
Versorgung psychisch kranker Menschen wollen wir durch die Einrichtung bzw. deutliche Erweiterung von psychiatrischen und psychosomatischen Institutsambulanzen an den Kliniken der Sozialstiftung verbessern, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche. Wir wollen Schwangerschaftsabbrüche zukünftig auch in Bamberg ermöglichen und schaffen hierfür die entsprechenden Voraussetzungen in den Kliniken der Sozialstiftung.

Deine Idee: Festangestellte HIV-Spezialist*in im Klinikum

Mit einer Vielzahl an Einrichtungen erfüllt die Sozialstiftung Bamberg einen wichtigen Versorgungsauftrag und ist beschäftigt über 5.000 Mitarbeitende. Um als Arbeitgeberin attraktiv zu bleiben, wollen wir die Wünsche der Mitarbeitenden in der Schichtplanung wo möglichstärker berücksichtigen, Tarifbindung in allen Bereichen einsetzen, das Outsourcing zum Zweck der Tarifunterwanderung unterbinden und eine KITA- und KIGA-Einrichtung im Gesundheitscampus aufbauen.

Deine Idee: Verbesserung des Kita-Betreuungsschlüssels

In Bamberg steht seit 2023 das zweite Kinderhospiz Bayerns. Der laufende Betrieb wird zu 95 Prozent gefördert, der Rest muss über Spenden erworben werden, die zu Lasten anderer Vereine und gemeinnütziger Organisationen in der Region gehen. Wir setzen uns daher für eine Erhöhung des Förderanteils ein.

Wir wollen niederschwellige Gesundheitsangebote für Menschen schaffen, die aktuell keinen Zugang zur regulären Gesundheitsversorgung haben. Dies betrifft insbesondere Asylbewerber:innen, die teilweise 3 Jahre lang keine Regelversorgung erhalten. Wir setzen uns für niedrigschwellige psychosoziale Angebote ein, wie sie in vielen Städten (z.B. SoulTalk in Schweinfurt) bereits bestehen.

Deine Idee: Einsamkeitsbeauftragte

Einsamkeit ist zu einem relevanten gesamtgesellschaftlichen Problem aufgestiegen. Dabei hat dies nicht nur Folgen für die Gesellschaft, sondern ebenso gravierende gesundheitliche Folgen für einzelne Menschen. Die städtischen Räume (wie Büchereien etc.) wollen wir gezielt als Treffpunkte für Kontaktangebote öffnen. Zudem wollen wir weitere „Erzählbänke“ in Bamberg einrichten. Dabei kann und soll mit den Beiräten der Stadt Bamberg, den Kirchen, mit Vereinen und mit der Studierendenvertretung kooperiert werden. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass es jährliche Aktionstage gegen Einsamkeit in der Stadt Bamberg auf die Problematik aufmerksam machen. Dadurch sollen gemeinsame Spaziergänge, Erzählcafés oder Kinoabende u.a. ermöglicht werden.