Die Stadtratsfraktion Grünes Bamberg fordert eine beschleunigte Entwicklung wichtiger innerstädtischer Flächen für Handel und Gewerbe. Mit dem Stadtratsantrag „Flächen am Bahnhof aktivieren“ soll die Verwaltung einen aktuellen Sachstandsbericht zur Entwicklung des ehemaligen Atrium-Areals am Bahnhof sowie des Eco Eco-Geländes an der Starkenfeldstraße/Annastraße vorlegen.
„Flächen für Gewerbe und Handel sind in Bamberg knapp. Gerade deshalb müssen wir mit den vorhandenen Potenzialen sorgsam umgehen und bereits angestoßene Entwicklungen konsequent voranbringen“, erklärt die baupolitische Grünen-Sprecherin Rebecca Haas. Die Schaffung neuer Gewerbeflächen sei aufgrund verschiedener Rahmenbedingungen aktuell nur schwer realisierbar. Umso wichtiger sei es, bestehende Areale zeitnah zu entwickeln und damit auch zusätzliche Einnahmen für den städtischen Haushalt zu ermöglichen.
Während auf dem Eco Eco-Gelände bereits seit Jahren Stillstand herrsche, zeichne sich beim ehemaligen Atrium-Areal am Bahnhof zuletzt ebenfalls nur ein schleppender Fortschritt ab. „Wenn nun zur Brache östlich der Gleise auch noch der Fortbestand der Bauruine am Atrium hinzukommt, ist das sowohl für das Stadtbild als auch wirtschaftspolitisch fatal. Hier braucht es zügig eine Lösung“, meint der Fraktionsvorsitzende Christian Hader.
Die Fraktion möchte deshalb von der Verwaltung wissen, welche Gespräche in der jüngeren Vergangenheit mit den Eigentümern des Eco Eco-Geländes geführt wurden, welche möglichen Entwicklungspartner eingebunden sind und welche Zeitschiene für die Umsetzung besteht. Beim ehemaligen Atrium-Areal soll geklärt werden, ob es zu Verzögerungen im Bauablauf gekommen ist und welche Gründe dafür vorliegen.
Für Grünes Bamberg geht es dabei nicht nur um die Ansiedlung von Handel und Gewerbe, sondern auch um eine zukunftsfähige Nutzung zentral gelegener Flächen. „Wir hätten uns an dieser Stelle seinerzeit auch den Regionalen Omnibusbahnhof vorstellen können. Bevor hier nun zehn Jahre nichts passiert, muss man gegebenenfalls komplett neu denken“, betont Hader.
Die Fraktion sieht die Stadt gefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten stärker auf die Aktivierung dieser Flächen hinzuwirken. Ziel müsse sein, Stillstände zu vermeiden, vorhandene Potenziale zu nutzen und attraktive Standorte für die wirtschaftliche Entwicklung Bambergs zu schaffen.
