Große Resonanz auf grüne Visualisierungen des Erlwein-Quartiers

Die Präsentation von ersten Visualisierungen zum neuen Erlwein-Quartier von Grünes Bamberg am
12. Februar 2026 sorgte für eine rege Beteiligung: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Diskussion teil und zeigten mit eigenen Ideen, wie das Gelände des ehemaligen Bamberger Schlachthofes neu entwickelt werden kann. Besonders Anwohnerinnen und Anwohner der benachbarten Alten Seilerei nutzten die Gelegenheit, sich über die Planungen zu informieren und mitzugestalten.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie das historische Areal zu einem lebendigen und zukunftsfähigen Stadtquartier entwickelt werden kann. Die Grünen stellten erstmals eigene Visualisierungen vor, die zeigen, wie Bauen im Bestand, Denkmalschutz und neue Gebäude in einem innovativen Mix miteinander verbunden werden können. Der Leitgedanke soll dabei das Motto des Stadtbaumeisters Erlwein sein, der den Schlachthof einst errichtete: „Ehre das überlieferte Gute und schaffe aus ihm Neues.“

Die Vorstandssprecher:innen von Grünes Bamberg Michaela Reimann und Luis Reithmeier erklären dazu: „Wir setzen uns dafür ein, dass auf dem Gelände ein gemischtes urbanes Quartier aus bezahlbarem Wohnraum, Handwerk, Gewerbe, Kultur und Begegnungsräumen entsteht.“ Damit unterscheiden sich die Vorstellungen der Bamberger Grünen deutlich von den denen der politischen Mitbewerber CSU und SPD, die auf dem Areal bislang vor allem Handwerk und Gewerbe ansiedeln wollen. „Umso mehr haben wir uns gefreut, dass CSU-OB-Kandidatin Melanie Huml bei der Podiumsdiskussion des Fränkischen Tags vor wenigen Tagen dann doch überraschend unsere Idee für Wohnraum auf dem Gelände unterstützt hat. Grün wirkt“, so Reimann und Reithmeier.

Ein weiterer Schwerpunkt der Planungen ist die klimaneutrale und sozial ausgewogene Entwicklung des Quartiers. Stadträtin Leonie Pfadenhauer und Stadtratskandidat Timm Schulze unterstreichen: „Viele Grünflächen, schattenspendende Bäume, erneuerbare Energien und eine nachhaltige Bauweise sind für uns zentrale Aspekte bei der Entwicklung des Erlwein-Quartiers. Außerdem setzen wir uns für einen zentralen Begegnungsort auf diesem Areal ein.“

In der Diskussion wurden zahlreiche zusätzliche Ideen gesammelt, darunter Proberäume, ein Kiosk, Gastronomie, Räume für Begegnung sowie Kinderbetreuung. Viele Beiträge machten deutlich, wie groß das Interesse an einem lebendigen Quartier ist, das verschiedene Nutzungen miteinander verbindet. Stadtrat und Architekt Markus Schäfer betonte dabei die Chancen des Konzepts: „Durch Bauen im Bestand können wir die vor Ort bestehenden Gewerbeflächen kostengünstig umnutzen und gleichzeitig daneben neuen Raum für Wohnen schaffen.“ Weil die Fläche der Stadt bereits gehört und nicht erst erworben werden muss, ist das Ziel, bezahlbaren neuen Wohnraum zu schaffen, realistisch.

Die Veranstaltung zeigte eine breite Beteiligung und viele konstruktive Beiträge aus der Stadtgesellschaft. Grünes Bamberg legt damit einen ersten konkreten Vorschlag für die Entwicklung des Erlwein-Quartiers vor und möchte den Dialog mit Bürgerschaft, Fachleuten und den politischen Mitbewerbern weiterführen.