Der Bahnausbau birgt für Bamberg Chancen und Risiken. Als Welterbestadt muss Bamberg dabei einen besonderen Stellenwert genießen. Qualität, Stadtverträglichkeit und die Interessen der Menschen müssen der Maßstab sein.
- Qualität vor Geschwindigkeit
Wenn die Bahn nach jahrzehntelangen Planungen nun ein möglichst hohes Tempo an den Tag legen will, liegt das zunächst in ihrem Interesse. Für die Stadt müssen Welterbe, Stadtentwicklung und die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner Vorrang haben. - Rechtsweg offen halten
Der ausstehende Planfeststellungsbeschluss ist die Grundlage des Bahnausbaus. Die Interessen Bambergs müssen darin vollumfänglich berücksichtigt werden. Andernfalls sind Rechtsmittel eine legitime Option. - Bahnausbau für Stadtumbau nutzen
Die Großbaustelle bietet Chancen für neue Stadträume, Straßen und Wege. Die mehrheitlich beschlossenen verkehrs- und klimapolitischen Ziele müssen dabei berücksichtigt werden. Oberste Priorität haben sichere und attraktive Wege für Fuß- und Radverkehr. - Hochwertiger Lärmschutz
Als Welterbestadt braucht Bamberg Lärmschutz, der wirksam ist und sich in das Stadtbild einfügt. Trennende und das Welterbe beeinträchtigende Lärmschutzwände sind zu vermeiden. - Zeitgemäße Unter- und Überführungen
Die Debatte um den auch aus unserer Sicht überdimensionierten doppelten Kreisverkehr an der Geisfelder Straße zeigt: Angesichts der finanziellen Gesamtsituation müssen bestehende Planungen auf ihre Zukunftsfähigkeit und Verhältnismäßigkeit überprüft werden. - Regionalen Omnibusbahnhof umsetzen
Der Bahnhof kann zu einer echten Mobilitätsdrehscheibe werden. Dafür müssen Stadt- und Landkreisverkehre mitgedacht und der Regionale Omnibusbahnhof umgesetzt werden. - Bahnhofsvorplatz neu gestalten
Der Bahnhofsvorplatz ist einer der größten städtebaulichen Missstände Bambergs. Die Baustellensituation bietet die Chance, das Tor zur Stadt wieder zu einem einladenden Ankunftsort zu machen. - Stadtteile im Fokus behalten
Während der Bauphase wird die Durchlässigkeit der Bahnlinie eingeschränkt. Deshalb müssen Erreichbarkeit, Verkehrsführung und Anbindung der Stadtteile frühzeitig gesichert werden. - Barrierefreiheit als Selbstverständlichkeit
Barrierefreiheit muss bei allen Maßnahmen von Anfang an mitgedacht werden – insbesondere beim S-Bahn-Halt Süd, aber auch bei Unterführungen, Wegen und Verkehrsanlagen. - ICE-Systemhalt und Regionalverkehr sichern
Bamberg braucht auch künftig eine leistungsfähige Anbindung im Fern- und Regionalverkehr. Der ICE-Systemhalt und ein attraktiver Regionalverkehr müssen dauerhaft gesichert werden.

